„Im Norden die Freiheit“ von Robin Bauer

08.02.2026
Bildquelle: Autor und Canva
Bildquelle: Autor und Canva

Meine Rezi:

Puh. Dieses Buch hat mich stellenweise komplett aus der Bahn geworfen.


Ich war sofort dabei. Staub, Blut, Gewalt, ein brutales Regime, Hoffnungslosigkeit. Das hatte ich auch erwartet.

Was ich jedoch nicht erwartet habe, war diese Wucht an emotionalem Schmerz. Viel Schmerz, der ganz klar direkt unter die Haut geht.


Die Welt, die hier erschaffen wird, ist umwerfend. Ein Imperium, welches Wasser kontrolliert und damit auch all das Leben und die Freiheit. Das Buch handelt unter anderem von Ausbeutung, Unterdrückung, Folter, blutigen Schlachten, Kopfgeldjägern, Räuberbanden, Monstern und Fantasywesen. Alles wirkt roh, dreckig und erschreckend real.


Und mittendrin lebt Clay Parker.

Er ist ein Mann, der eigentlich längst aufgegeben hat. Er lebt zurückgezogen und will nichts mehr fühlen. Er ist kein junger Held, sondern jemand, der innerlich müde ist.

Als er widerwillig Teil einer Mission gegen das Imperium wird, kommt die Geschichte erst so richtig in Fahrt.


Was mich besonders beeindruckt hat, waren diese leisen Momente zwischen all der Brutalität. Besonders Themen wie Freundschaft und Zusammenhalt oder den verzweifelten Wunsch nach Freiheit. Genau das macht das Buch so intensiv.


Der Autor schafft tiefe Einblicke in die Köpfe und Herzen der Figuren.


Der Einstieg war für mich als Neuling in diesem Genre doch sehr einfach. Die Sprache ist direkt, rotzig, brutal und auf eine gewisse Art und Weise poetisch. Man riecht, fühlt und schmeckt den Staub, die Hitze und das Blut in dieser Welt. Und ich mag diesen teils trockenen und sarkastischen Humor. Der trifft genau dann, wenn man ihn als Leser braucht!


Ich würde diese Geschichte nicht als Wohlfühl-Fantasybuch beschreiben. Es ist düster, schmerzhaft und fordert einen mental wie emotional.


Bei der Vielzahl an Wesen, Gruppierungen und Begriffen hätte ein Glossar durchaus Sinn gemacht. Gleichzeitig muss ich sagen, dass nichts einfach stehen gelassen wird. Alles, was zunächst unklar wirkt, erklärt sich im Verlauf der Geschichte. Man wächst förmlich Stück für Stück in die Welt hinein.


Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Aber Vorsicht! Nichts für schwache Nerven. 

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