„Don't love the Coach“ von Caroline Moxx

Meine Rezi:
Manchmal braucht es gar keine übertriebenen Dramen, spektakulären Wendungen oder Figuren. Manchmal reichen Charaktere, die Fehler machen, an sich zweifeln, falsche Entscheidungen treffen und trotzdem ihren Weg weitergehen. Genau dieses Gefühl hat mir dieses Buch gegeben.
Hanna und Tom bringen beide ihre eigenen Vorstellungen, Unsicherheiten und Überzeugungen mit, ohne dabei annähernd perfekt zu erscheinen. Gerade dadurch wirkten ihre Entscheidungen und Reaktionen für mich nachvollziehbar. Zwischen ihnen entsteht eine Dynamik, die von Anfang an spürbar ist. Die Schlagabtausche sind humorvoll, die Gespräche lebendig und die Anziehung entwickelt sich auf eine Weise, die sich für mich natürlich anfühlt.
Auch der Aufbau der Beziehung hat mir gefallen. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und lässt Gefühle wachsen, ohne sie unnötig in die Länge zu ziehen.
Besonders mochte ich außerdem die Nebenfiguren. Die Freundschaften fühlen sich ehrlich an und verleihen der Geschichte zusätzliche Wärme.
Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und locker. Die Autorin schafft es, humorvolle Momente, romantische Szenen und emotionalere Abschnitte miteinander zu verbinden. Dadurch entstand für mich ein rundes Leseerlebnis, das sich leicht lesen ließ und trotzdem genügend Gefühl mitgebracht hat.
Für mich ist dieses Buch vor allem deshalb gelungen, weil es sich so lebensnah anfühlt. Es erzählt von Menschen, die ihren Platz suchen, Entscheidungen treffen müssen und nicht immer sofort wissen, was richtig oder falsch ist. Genau das hat mich durch die Geschichte getragen und dafür gesorgt, dass ich die Figuren gerne begleitet habe.